Immobilien: 28% Steuervorteil für Kapitalanleger und private Investoren

Zwei Tage vor dem Beginn des Wohnungsgipfels beschließt die Bundesregierung einen Gesetzentwurf für eine Sonderabschreibung (Sonder-AfA) vor, um die Anspannung auf dem Wohnungsmarkt zu lösen. Luxuswohnraum und teure Bauprojekte werden dabei aber nicht gefördert. Der Steuervorteil soll insbesondere privaten Investoren Anreize schaffen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Der Bund bietet – zusätzlich zur normalen Abschreibung für Abnutzung (AfA) in Höhe von zwei Prozent pro Jahr –eine Sonderabschreibung von fünf Prozent pro Jahr. Diese Förderung ist Teil der geplanten Wohnraumoffensive.

Wie erhalte ich den Steuervorteil?

Wer den Steuerbonus bekommen will, muss zwischen dem 31. August 2018 und dem 1. Januar 2022 einen Bauantrag für eine Wohnung oder Wohnimmobilien einreichen. Voraussetzung ist, dass die Wohnungen langfristig vermietet werden. Langfristig bedeutet in diesem Fall über mindestens 10 Jahre. Die vermieteten Wohnungen müssen mindestens 23 Quadratmeter groß sein und dürfen die Kauf- & Baukosten (Anschaffungs- oder Herstellkosten) von 3000 Euro pro Quadratmeter nicht übersteigen. Dadurch soll der Bau von Luxuswohnraum verhindert werden.

Die maximale Förderung bekommen Sie allerdings nur, wenn das Bauvorhaben im Jahr 2023 abgeschlossen ist, denn die Steuerersparnis ist nur bis zum Jahr 2026 verfügbar. Bei Projektabschluss bis ins Jahr 2023 erhalten Sie als aktiver Immobilienbesitzer oder Grundstückseigentümer die Möglichkeit in den nächsten 4 Jahren 28% der Anschaffungskosten geltend zu machen (AfA + Sonderabschreibung).

Diese Steuersubvention ist Teil der Wohnraumoffensive der Bundesregierung. Weitere Bestandteile werden unter anderem die Freigabe von mehr Bauland sowie die Verkürzung der Genehmigungsdauern. Insgesamt will der Bund 5 Milliarden Euro in die Schaffung von Wohnungen investieren.

Wer ist die Zielgruppe?

Die Bundesregierung möchte hier insbesondere die privaten Immobilienbesitzer und Grundstückseigentümer ansprechen, die ihren Bestand zuletzt nicht entwickeln konnten oder wollten. Als privater Investor, Grundstücks- oder Immobilieneigentümer sollen Sie in Ihren Projekten unterstützt und zu neuen Projektideen motiviert werden. Eine Vielzahl an Grundstücken bleibt aktuell, trotz vorhandenem oder möglichem Baurecht, ungenutzt. Ähnlich verhält es sich bei Bestandsimmobilien. Hier liegt eine Menge Potential für mehr Nutzfläche – insbesondere für neue Wohnungen!

Wie schaffe ich Wohnraum?

Eine günstige Option mehr Wohnraum zu schaffen, besteht im Ausbau des Dachgeschosses von Bestandsimmobilien. Diese sind oftmals ungenutzt und verstauben seit Jahrzehnten. Generell schlummert in älteren Immobilien eine Menge ungenutztes Potential. Häufig lassen sich durch einen kleinen Umbau im Bestand noch innerhalb der tragenden Struktur die Grundrisse derart optimieren, dass auf einfache Weise mehr Wohnfläche realisiert wird. Und, wem sein Einfamilienhaus zu groß ist, der kann häufig ebenfalls mit einem kleinen Umbau im Bestand ein Mehrparteienhaus realisieren. Diese Art von Bestandsoptimierung bieten allen Beteiligten Vorteile. Sie als Immobilieneigentümer erhöhen Ihre Mieteinnahmen bei gleichzeitiger Steuerersparnis schon ab einer kleinen Investition. Im Gegenzug kommt eine neue meist verhältnismäßig preisewerte Alternative auf den Wohnungsmarkt.

Eine weitere Möglichkeit besteht natürlich in der Neuentwicklung der Immobilien. Viele Firmen, aber vor allem private Immobilieneigentümer wissen nicht, welches Potential in ihren Bestandsobjekten schlummert oder trauen sich nicht an ein umfangreicheres Projekt heran. Mit den neuen Steuervorteilen werden diese aber häufig nochmals attraktiver. So viel Potential in Bestandsimmobilien auch steckt, wenn die Substanz nachlässt oder das Tragwerk Grundrissoptimierungen zunichtemacht, ist ein Neubau regelmäßig die lukrativste Alternative. Wird beim Neubau mit intelligenten Grundrissen gearbeitet, so lässt sich eine wesentlich höhere Flächeneffizienz erreichen und damit aus Sicht des Immobilienbesitzers mehr Miete erzielen. Obendrein erhöht der Bauherr die Vermietbarkeit seiner neuen Immobilie, da sie jetzt dem Stand der Technik und aktuellen Ansprüchen entspricht. Auf der anderen Seite wird dem Markt mehr Wohnfläche zur Verfügung gestellt.

Wie erkenne ich das Potential meiner Immobilien?

Ist ein Dachgeschoss noch nicht ausgebaut, so ist die Grundsatzfrage schnell beantwortet. Fällt die Suche nach Mietern immer schwerer und sinkt die Miete stetig, so ist klar, dass die Immobilie (oder die Region) ein Problem hat. Doch insbesondere in Ballungsgebieten ohne Vermietungsprobleme sollte man sich Gedanken um das Potential der eigenen Immobilie machen. Genau mit diesen Fragestellungen beschäftigen wir uns für unsere Kunden. Dabei entwickeln wir Konzepte zur Optimierung und setzen diese auch direkt um.

Von |2018-09-21T06:08:04+00:0019.09.2018|Kategorien: Neuigkeiten, Finanzen, Immobilien, Investor|0 Kommentare

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