Mehrfamilien- oder Einfamilienhäuser – Welche Investition ist die bessere? (Teil 1)

Die Entscheidung ob man in Mehrfamilienhäuser oder Einfamilienhäuser investiert, wird in der Immobilienbranche viel diskutiert. Jede der beiden Alternativen bringt viele verschiedene Vorteile mit sich.  Außerdem unterscheiden sich auch Strategien für Investoren bei den genannten Möglichkeiten. Hierbei spielen die Art der Verwaltung und das Einkommen eine Rolle. Weil diese Eigenschaften der Immobilien von Investoren, Versicherern und Kreditgebern unterschiedlich angesehen und bewertet werden, sollte man die für den Erfolg kritischen Merkmale sowie die Vor- und Nachteile von Mehrfamilien- und Einfamilienhäusern kennen.

Für diejenigen unter Ihnen, die in Betracht ziehen in Mehrfamilien- oder Einfamilienhäuser zu investieren, ist es wichtig zu verstehen, was die Anlageinstrumente ausmacht. Die Entscheidung, ob Sie nun in Mehrfamilien- oder Einfamilienhäuser investieren ist größtenteils von Ihren persönlichen Vorlieben und Zielen abhängig. In diesem Artikel möchten wir Ihnen näherbringen, welche grundsätzlichen Unterschiede es zwischen den zwei Investitionsmöglichkeiten gibt. Dabei werden wir auch auf die verschiedenen Vor- und Nachteile jeder Strategie eingehen. Wenn Sie also herausfinden möchten, welche der beiden Varianten besser zu Ihnen passt, lesen Sie unseren Artikel.

Was gilt es bei der Investition in Mehrfamilienhäuser zu beachten?

Ein Mehrfamilienhaus ist ein Wohnobjekt mit insgesamt zwei oder mehr Wohneinheiten oder mehreren Gebäuden innerhalb eines Wohnkomplexes. Es gibt viele verschiedene Ausführungen von Mehrfamilienobjekten – die bekanntesten Beispiele sind Doppelhäuser, Reihenhäusern und klassische Mehrfamilienhäuser. Jede Wohneinheit hat dabei abgegrenzt und besitzt in der Regel eine eigene Küche und Badezimmer. Als Ausnahme hiervon sind zum Beispiel Studentenwohnheime zu sehen. Obwohl sich die Definition von Situation zu Situation unterscheidet, besitzt man bei einem Mehrfamilienhaus meistens eine Kombination aus der Immobilie selbst sowie Anteile des Grundstücks auf dem sie erbaut wurde. Meistens sind größere Mehrfamilienhäuser im Besitz mehrerer Parteien, die eine sogenannte Wohnungseigentümergemeinschaft, kurz WEG, bilden.

Mehrfamilienhäuser zählen nicht zu den am meisten verbreiteten Typen von Wohnimmobilien. Dennoch ist die Strategie, in sie zu investieren bei Investoren sehr beliebt. Denn mit dieser Investition sichern Sie sich eine monatliche Einkommensquelle. Zu den Vorteilen, in ein Mehrfamilienhaus zu investieren, gehören die folgenden:

Höherer Cash-Flow:

Wenn ein Einfamilienhaus nur ein einziges Monatseinkommen generiert, warum investieren Sie dann nicht in ein Mehrfamilienhaus, bei dem Sie deutlich höhere monatliche Einnahmen durch mehrere Mieteinnahmen haben? Der Reiz dieser Investition ist zunächst einmal sehr gut erkennbar. Kapitalanleger können sich dazu entscheiden, in einer der Einheiten zu leben und die anderen zu vermieten. Bei der Vorsorge für Ihren Ruhestand, kann ein Mehrfamilieneigentum so auf vielfache Weisen genutzt werden.

Hier erklären wir Ihnen warum der Cash-Flow so wichtig ist!

Mehr Kontrolle über den Wert:

auch ihr Wert. Mehrfamilienobjekte bestehen aus mehreren Einheiten. Das bedeutet, dass es auch mehrere Einkommensströme gibt. Daher wird dieser Investitionstyp allgemein höher geschätzt als Einfamilienhäuser, die von vergleichbaren Mieten als Einzelmietobjekt abhängig sind.

Größere Mietergemeinschaft:

Einer der zu Grunde liegenden Vorteile der Investierung in Mehrfamilienhäusern ist das geringere Risiko. Aus welchen Gründen ist das Risiko geringer? Bei Einfamilienhäusern ginge Einkommen verloren, wenn das Haus leer steht und nicht vermietet wird. Mehrfamilienobjekte haben dagegen zahlreiche Einheiten und verringern somit den wirtschaftlichen Verlust für Anleger insgesamt.

Skalierbarkeit:

Mehrfamilienhäuser versinnbildlichen eine Skalierbarkeit. So müssen Sie keine einzelnen Immobilien kaufen und ihr Geschäft so nach und nach aufbauen und erweitern. Denn diese Investition gibt Ihnen eröffnet Ihnen die Möglichkeit, mehrere Anlagen mit nur einem einzigen Immobilienobjekt zu besitzen. Für diejenigen unter Ihnen, die ihr Portfolio für Immobilienanlagen erweitern und ihr Geschäft voranbringen möchten, ist diese Option daher sehr geeignet.

Für angehende Investoren ist es am einfachsten, ein Mehrfamilienhaus als Hybrid zwischen einem Einfamilienhaus und einer Eigentumswohnung zu suchen. Achten Sie darauf, dass Sie sowohl die Immobilie an sich als auch das Grundstück besitzen. Mit dieser Option der Investition erzeugen Sie nicht nur mehr Einkommen als mit einem Einfamilienhaus, sondern können ihr Geschäft ausbauen und Risiken mit dem monatlichen Einkommen ausgleichen.

Freistehendes Einfamilienhaus im ländlichen Raum

Was sollten Sie bei einer Investition in Einfamilienhäuser im Blick behalten?

Ein Einfamilienhaus wird als freistehendes Wohnhaus, welches auf einem eigenen Grundstück steht definiert. Im Gegensatz zu Mehrfamilienhäusern enthalten diese Immobilien nur eine Wohneinheit, die mit keinem anderen Gebäude verbunden ist. Zu einem Einfamilienhaus gehören meistens auch Gärten vor und hinter dem Haus sowie ein Carport oder eine Garage.

In den meisten Fällen werden Einfamilienhäuser zur Eigennutzung verwendet. Sie können jedoch auch als Investitionsinstrument mit dem Ziel einer monatlichen Einkommensquelle nutzen. Die Darlehenszinssätze sind momentan besonders niedrig und die Mieten steigen weiterhin schnell. Daher bieten diese Investitionen viele Vorteile im Vergleich zu Mehrfamilienhäusern – besonders für angehende Investoren. Im Folgenden möchten wir Ihnen einige der Vorteile einer Investition in ein Einfamilienhaus näherbringen:

Erschwinglichkeit:

Einer der offensichtlicheren Vorteile der Anlage eines Einfamilienhauses sind die Kosten. Der Preis für diese Immobilien ist verhältnismäßig niedriger als der für Mehrfamilienobjekte. Außerdem verlangen die meisten Mietverträge, dass die Mieter für den Großteil der Versorgungskosten aufkommen und die Verantwortung für die Pflege des Grundstücks übernehmen. Das bedeutet im Umkehrschluss für Sie, dass die Instandhaltungskosten auf lange Sicht günstiger sind. Des Weiteren sind Versicherungsraten für Einfamilienhäuser erschwinglicher als für Mehrfamilienhäuser.

Höherer Kapitalzuwachs:

Einfamilienhäuser haben aus verschiedenen Gründen den Vorteil, mehr als andere Immobilien an Wert zu gewinnen. Es könnte an mehreren Faktoren liegen, aber zum Großteil liegt es daran, wie Kreditgeber die Investitionen bewerten. Mehrfamilienhäuser werden dabei in Bezug auf die eingehenden Mieten und den Zustand des Eigentums geschätzt. Im Gegensatz dazu werden Einfamilienhäuser auf Grundlage des Angebots und der Nachfrage von potentiellen Käufern geschätzt. Wenn das Objekt gut erhalten ist und in einem florierenden Viertel liegt, ist die Nachfrage nach Einfamilienhäusern stets hoch.

Einfachere Finanzierung:

Obwohl sich die Finanzierungsrichtlinien von Bank zu Kreditgeber unterscheiden, ist die Finanzierung eines Einfamilienhauses im Normalfall viel einfacher als die eines Mehrfamilienhauses. Niedrigere Zinssätze und höhere Beleihungsquoten sind die größten Vorteile der Finanzierung eines Einfamilienhauses. Und weil diese Immobilien meistens viel erschwinglicher als Mehrfamilienhäuser sind, können viele Investoren auf Finanzierungsoptionen verzichten und das Objekt direkt kaufen.

Wenn Sie eine Immobilie mit der Absicht erwerben, Mieteinnahmen zu generieren – wobei das Objekt nicht in Eigennutzung ist – führt dies dazu, dass Kreditnehmer unterschiedlichen Darlehenszinssätzen unterworfen werden, anders als bei Darlehen für Eigentumswohnungen. Investoren sollten dabei mit 0,25 bis 0,50 Prozent mehr rechnen, als wenn Sie das Eigentum selbst nutzen.

Einfachere Instandhaltung:

Es hat seinen Reiz, nur eine Wohneinheit statt mehrerer zu verwalten zu müssen. Ein wichtiger Aspekt, den viele Kapitalanleger nicht beachten, wenn sie in Immobilien investieren sind die Kosten der Verwaltung und Instandhaltung. Diese Beträge können je nach Immobilie und Anzahl der Wohneinheiten stark variieren. Mit nur einem einzigen Mieter sind Einfamilienhäuser deutlich einfacher zu verwalten. Anleger können dabei wählen, ob sie als Vermieter die Immobilie selbst verwalten oder ein Unternehmen hierfür engagieren.

Die Investition in Mehrfamilienhäuser und Einfamilienhäuser ist sowohl für erfahrene als auch für angehende Investoren nach wie vor eines der beliebtesten Investitionsinstrumente. Wie bei jedem Immobiliengeschäft, sollten Sie sich Anleger allerdings vorab gut informieren. Sie sollten die Investition einer sorgfältigen Prüfung unterziehen und sicherstellen, dass sich das Geschäft nicht nur finanziell lohnt, sondern sich auch in Ihre langfristige Strategie eingliedern lässt.

Neben Ihrer Investmentstrategie ist auch das Mindset eines Immobilieninvestors von großer Bedeutung.

Von | 2018-04-29T08:33:50+00:00 29.04.2018|Kategorien: Finanzen, Immobilien, Investor, Neuigkeiten|Tags: , , |0 Kommentare

Hinterlassen Sie einen Kommentar