Neues Nutzungskonzept – Der Aldi-Markt der Zukunft

Schluss mit flachen Gebäuden beim Discounter. In Zukunft entstehen Mietwohnungen oberhalb der Filialen der Handelskette. Ein Pilotprojekt in Berlin macht den Anfang, weitere Großstädte sollen bald folgen.

Seit vielen Jahren verbinden wir Discounter mit großen, einstöckigen Gebäuden durch deren Gänge wir geschickt geführt und zum Kauf verleitet werden sollen. Doch nun findet die Zeit der flachen Bauten ein jähes Ende – zumindest in deutschen Großstädten. Zukünftig werden die Filialen von Aldi um Büroetagen und Wohnungen ergänzt, sodass der Discounter gewissermaßen zum Immobilienverwalter wird. Das ist kaum verwunderlich, denn die Wohnungsnot in deutschen Ballungszentren nimmt weiter zu und gleichzeitig sind die Baugenehmigungen sind seit Jahren erstmals wieder rückläufig.

Da kommt der Einstieg Aldis als Projektentwickler gerade zum richtigen Zeitpunkt. Denn bis 2030 will der Discounter allein in Berlin mindestens 20 neue Filialen errichten, auf denen auch Wohnungen entstehen sollen. Die Grundstücke auf denen die Bauvorhaben geplant sind, gehören dem Konzern teilweise schon seit 20 Jahren. Nach eigenen Angaben sollen die entstehenden Wohnungen im Bestand gehalten und vermietet werden. Auch in diesem, für Aldi neuen Segment, will der Discounter günstige Preise anbieten und die Wohnungen für maximal zehn Euro pro Quadratmeter anbieten.

Optimierte Nutzung – nicht nur für flache Gebäude

Wohnungen mit Balkonen und einer Grünanlage

Die von Aldi aufgegriffene Idee ist aber sicher keine neue in der Immobilienwirtschaft. Seit vielen Jahren beschäftigen sich Immobilienentwickler mit der sogenannten Verdichtung. Dabei geht es nicht nur um die optimale Nutzung von einstöckigen Gebäuden, sondern viel mehr um die bestmögliche Verwendung von Bauland. Wo früher noch kleine Gärten zu jeder Wohnung angelegt wurden, werden heute Balkone hin zu einem lichtdurchfluteten Innenhof gebaut. Ein Beispiel für die Kombination aus Einkaufen, Arbeiten und Wohnen ist das Milaneo in Stuttgart. Eine Verbindung aus Shoppingcenter, Bürogebäude und Wohnhaus

Führende Immobilienexperten sprechen schon seit Jahren davon, dass die Wohnungsnot in Deutschland nicht allein durch den Neubau von Wohnhäusern bewältigt werden kann. Viel mehr warnen sie sogar davor, denn eigentlich gäbe es in Deutschland bereits genug Wohnfläche, nur wird diese falsch oder gar nicht genutzt. Aktuell werden mehr und mehr Konzepte zur Bewältigung dieser Problematik entwickelt. So zum Beispiel auch ein Containeraufbau auf Flachdächern. Dabei werden die Dachflächen mit fertigen Modulen bebaut und es entsteht ohne großen Aufwand neuer Wohnraum auf den bestehenden Gebäuden.

Was können wir von Aldi lernen?

In Zukunft wird das Thema Verdichtung weiter an Bedeutung gewinnen. Nicht nur Aldi, sondern auch andere Discounter und Supermarktketten steigen in das Wohnimmobiliengeschäft ein. Fraglich bleibt nur, ob der weiter steigende Bedarf durch die neuen Player am Markt gedeckt werden kann. Dies ist eher unwahrscheinlich.

Doch was können auch private Immobilienbesitzer von Aldis Vorgehensweise lernen?

Auch Sie sollten versuchen, die gewohnten Wege zu verlassen und sich nach neuen Konzepten umsehen. Der Immobilienmarkt und die Möglichkeiten haben sich in den letzten Jahren stark verändert, sodass auch Ihnen neue Nutzungskonzepte zur Verfügung stehen.

Allerdings muss es nicht immer extravagant, innovativ oder neuartig sein. Studien zeigen, dass die ärgsten Probleme der Wohnungsnot in Innenstädten bereits durch den Ausbau leerstehender Dachgeschosse behoben werden könnten. Ein Dachgeschossausbau ist eine kostengünstige und effiziente Methode, neuen Wohnraum in bestehenden Objekten zu erschließen.

Gerne informieren wir Sie auch über weitere Optimierungspotentiale und Nutzungskonzepte für Ihre Immobilie. Zögern Sie nicht uns zu kontaktieren.

Von | 2018-02-06T21:29:31+00:00 01.02.2018|Kategorien: Immobilien, Investor, Neuigkeiten|Tags: , , , , |0 Kommentare

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